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Eskalationsstufen auf der Bühne

Vortrag "Wenn Nervensägen an den Nerven sägen" gut besucht

Hier finden Sie einige Impressionen des Vortrages am 01.10.2018 in der neuen Mensa der Gesamtschule Hörstel. Referent, Lehrer, Sozialwissenschaftler und Schauspieler Rudi Rhode zeigt anschaulich und unterhaltsam, wie Lehrer und Eltern angemessen in Konfliktsituationen handeln können.
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Schauspieler und Lehrer Rhode auf der Bühne

Galerie und Zeitungsartikel der IVZ vom 03.10.2018 auf der Folgeseite: 

 

 

IVZ vom 03.10.2018:

Hörstel
Nervensägen in den Griff bekommen

Rudi Rhode zeigt Wege der Deeskalation
Dienstag, 02. Okt. 2018 - 17:51 Uhr
von Stephan Beermann

Rudi Rhode ist Sozialwissenschaftler und Schauspieler zugleich. Daher vermag er es, ohne lange Vorträge, eine Handvoll möglicher Reaktionsweisen vorzuspielen. Die reichen von der „Weich-Ei- Variante“ bis zur harten Konfrontation. In wenigstens einer der vorgespielten Eskalationsstufen hat sich jeder der Zuhörer selber erkennen können.


Foto: Stephan Beermann

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Ein Klassiker: Ein Schüler, eine Schülerin wirft Abfall nicht in, sondern neben den Abfallkorb und geht einfach weiter. Wie sollte man (Lehrer, Eltern, Aufsichtspersonen) reagieren? Schauspieler und Sozialwissenschaftler Rudi Rhode spielt fünf Stufen möglicher Reaktionen.


HÖRSTEL. Der Jörg stellt heute auf stur. Während des Unterrichts daddelt er auf seinem Handy herum. Ein klarer Regelverstoß. Das weiß der Jörg, das wissen seine Mitschüler und sein Lehrer sowieso. Da braut sich was zusammen, denn Jörg – in die Rolle des Schülers schlüpfte spontan Schulsozialarbeiter Jörg Bröskamp – lässt es drauf ankommen. „Nö“, ist seine Antwort auf die Aufforderung des Lehrers, das Gerät freiwillig herzugeben.

Was tun? Mehrere Hundert Zuhörer – Eltern und Erzieher jeder Art – schauten Montagabend im Forum der Gesamtschule gebannt auf die Bühne, wie Rudi Rhode auf dieses „Nö“ reagieren wird. Rhode vereint viele Talente, die ihm an diesem Abend zugutekommen. Er ist Sozialwissenschaftler und Schauspieler zugleich. Daher vermag er es, ohne lange Vorträge, eine Handvoll möglicher Reaktionsweisen vorzuspielen. Die reichen von der „Weich-Ei- Variante“ bis zur harten Konfrontation. In wenigstens einer der vorgespielten Eskalationsstufen hat sich jeder der Zuhörer selber erkennen können. Doch welche ist jetzt angemessen?


Rhode lässt keinen Zweifel, die Extreme lehnt er ab. Beide sind nicht zielführend, weder für den Schüler noch für den Lehrer. Er bekennt sich zur Konfrontation, um dem „Nö als strategische Provokation“ zu begegnen. Er sagt aber auch: Niemals übergriffig werden, immer den Rest der Wertschätzung behalten. Also, wie kommt er jetzt an Jörgs Handy?
Jörg fängt an zu verhandeln: Er hat doch nur ganz kurz aufs Handy geguckt, der Lehrer darf es ihm außerdem rein rechtlich gar nicht wegnehmen. Das Verhandeln ist eine weitverbreitete Strategie. „Das geht nicht gegen uns“, sagt Rhode. Kinder müssen und wollen ständig verhandeln. Doch darauf einzugehen, wäre falsch: „Es wird viel zu viel gelabert. Wir müssen an die Haltung ran.“ Nicht das beste Argument gilt, sondern das beste Standing: „Die Regel gilt, das ist unsere Kernbotschaft“, hält Rhode fest.


Druck erzeugt Gegendruck, die Auseinandersetzung übers Handy kann sich schnell aufschaukeln: „Diesen Machtkampf können wir als Eltern und Pädagogen nicht gewinnen.“ Die größtmögliche Chance sieht er, solange nicht das Kind oder der Jugendliche den Status kontrollieren. Eine Garantie, dass der Jörg das Handy nun auch rausrückt, gibt es nicht.
Dies ist aber kein pädagogisches Versagen: „Es gibt Situationen, da komme ich nicht weiter. Da brauche ich Plan B.“ Autorität darf nicht davon abhängig sein, wer das Handy letztlich in den Händen hält. Plan B könnte sein, den Jörg mal fünf Minuten aus der Klasse zu nehmen, um mit ihm zu sprechen: ein „time out“. Oder man lässt ihm selber die Wahl: Handy rausgeben oder mit einer späteren Konsequenz rechnen.


Für den einen oder anderen im Publikum bringt der Vortrag durchaus einen Aha-Effekt. „Zum Glück machst du deine Seminare nicht für die Jugendlichen“, sagt Jörg Bröskamp nach seinem Gastauftritt scherzhaft. Tatsächlich ist Rudi Rhode (Jahrgang 1957), jedenfalls an diesem Abend, eine Stütze in erster Linie für die Erziehenden, die sich Tag für Tag behaupten müssen, sich oft wie Einzelkämpfer fühlen. Die Stärke des Kommunikationstrainers liegt in dem, was er selber propagiert: in der Haltung. Den Jugendlichen ist er zugetan, ohne sich anzubiedern. Sein Auftritt spiegelt den Alltag wider. Viele erkennen sich darin wieder und finden zugleich als Zuschauer eine wohltuende Distanz. Denn „wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen“ – so der Titel der gemeinsamen Veranstaltung der Gesamtschule Hörstel und des Projekts „Jugendgerechte Kommune“ von Stadt und Kreis – dann droht schnell eine Spirale, die auf längere Sicht kaum Gutes verheißt.

„Jetzt wird alles wunderbar gelingen“, sagte nach dem gut zweistündigem Vortrag gut gelaunt Monika Müller, die didaktische Leiterin der Gesamtschule. „Alles“ sicher nicht. Aber das eine oder andere vielleicht doch etwas besser. Am gestrigen Dienstag sollte das Kollegium während der schulinternen Fortbildung das Thema gemeinsam mit Rudi Rhode vertiefen. Die Schülerinnen und Schüler sollten an diesem Tag die Gelegenheit erhalten, den Unterrichtsstoff seit den Sommerferien am eigenen Schreibtisch zu Hause zu vertiefen...

Literatur: Rudi Rhode: „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen. So lösen Sie Konflikte mit Kindern und Jugendlichen selbstsicher und souverän.“ Zusammen mit Mona Sabine Meis. München: Kösel-Verlag 2006. ISBN 978-3- 466-30712-8

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