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Was im Unterricht selten Thema ist / IVZ vom 29.12.2022

Zukunftstag an der Harkenberg-Schule

Mietverhältnisse, brutto und netto, Zinseszins – die Begriffe fallen auch an der Harkenberg-Gesamtschule sonst eher selten. Beim Zukunftstag bekamen 95 Schüler der Stufen Q1 und Q2 jetzt Einblicke in das, was nach der Schule so zu regeln ist.

Von Linda Braunschweig
Hörstel · Mittwoch, 28.12.2022 - 14:00 Uhr

julius leeweHenry Schäfer (h.) und seine Kollegin Lea-Marie Krieger von der Volksbank Münsterland Nord vermittelten den Schülern Möglichkeiten auf dem Finanzmarkt. Julius Leewe (l.) und Serafin Lüke hatten dabei auch den Aktienmarkt im Blick. | Foto: Linda Braunschweig

Geldanlage, Wohnungsmiete, Steuererklärung – das sind Themen, die schon so manchen Erwachsenen abschrecken. Für Schüler sind sie meist wie ein Buch mit sieben Siegeln. Doch für den Schritt ins Erwachsenenleben ist das Wissen über die trockenen Themen wichtig. An der Harkenberg Gesamtschule fand deshalb jetzt der Zukunftstag statt. Fachleute lieferten 95 Schülern aus den Stufen Q1 und Q2 Infos zu Finanzen, Steuern, Wohnen und Krankenversicherung.

emma baarFür die Schüler Maja Storck, Kilian Lambers und Emma Baar (v.r.) war vieles neu. | Foto: Linda Braunschweig


„Es ist durchaus interessant. Das thematisieren wir ja sonst nicht so“, sagt Schülerin Maja Storck (18). Viele Begriffe habe sie zwar schon mal gehört, die Details aber kenne sie nicht. „Das ist gut, dass man das einmal so komprimiert bekommt.“ So richtig viele Gedanken mache sie sich um all das aber noch nicht. „Erstmal das Abitur.“ Mit dem Thema Steuern habe sie bislang wohl am wenigsten Kontakt gehabt. Müsste Schule sie darauf nicht besser vorbereiten? Das seien verschiedene Aspekte, findet Maja. Wenn es bei Schule vor allem um Finanzen gehen würde, wären die Schüler wohl nicht so gut vorbereitet, „aber das breite Allgemeinwissen, Kompetenzerwerb und Problemlösefähigkeiten“ – das hätten sie gelernt.

„Man muss Versicherungen abschließen können und wissen, wie man Steuern zahlt.“ Christian Hoffmann (17)

Kilian Lambers (19) findet es sinnvoll, die Informationen jetzt in der Schule zu bekommen. „Über Steuererklärungen denkt man ja nicht so nach.“ Und Wohnen sei wohl einer der nächsten großen Schritte nach dem Abitur. Aber: „Wenn ich mir jetzt schon eine Wohnung suchen müsste, müsste ich mich definitiv mehr informieren, weil ich davon noch nicht viel Ahnung habe.“ Auch eine Versicherung abzuschließen, sei für viele vielleicht selbstverständlich, aber eher nicht, „wenn man 13 Jahre zur Schule gegangen ist und sich vor allem darauf konzentriert hat“.

Christian Hoffmann hat sich schon mal zum Thema Wohnungssuche schlaugemacht, aber die übrigen Themen an diesem Vormittag sind für den 17-Jährigen komplett Neuland. Er will die Dinge auf sich zukommen lassen, findet aber auch, dass solche Themen irgendwie in die Schule gehören: „Man muss Versicherungen abschließen können und wissen, wie man Steuern zahlt.“

Emma Baar (17) ahnt schon, dass gerade Versicherung und Finanzen später wichtig sind. Manches hat sie bei ihrem großen Bruder gesehen, aber „die Informationen sind schon nützlich“. Und wenn es soweit sei, müsse sie sich wohl mehr informieren. Alle vier würden sich in solchen Fragen immer als Erstes an ihre Eltern wenden. „Die haben da ja schon Erfahrungen mit“, sagt Kilian.

eva langeEva Lange und Thalea Kilo (v.r.) organisierten den Tag. | Foto: Linda Braunschweig


Eva Lange, Lehrerin und Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung, hat den Zukunftstag zum zweiten Mal an die Schule geholt. Sie halte das für sinnvoll, denn die Schüler „gehen hier raus und können vieles“, aber über die Themen, die der Zukunftstag ihnen näher bringt, wissen sie je nach dem, was sie im Elternhaus mitbekommen haben, nur wenig.

Das Programm komme im normalen Unterricht nicht vor, nur die Fächer Wirtschaft und Sozialwissenschaften streiften manche der Themen. All das im Unterricht, womöglich in einem eigenen Fach zu verorten, würde aus Sicht der Pädagogin weniger Möglichkeiten bieten. „Gehörte das zum Curriculum, müsste es benotet werden.“ Und so detailliert wie die Fachleute, die Banker oder Steuerberater sind, könnten die Lehrer das nicht vermitteln. So aber sei es ein gutes Gefühl, die Schüler mit diesem Wissen später zu entlassen. Für sie selbst sei all das im Studium ein großer Berg gewesen, erinnert sich die 34-Jährige. „Da hätte ich manches auch gerne schon gewusst.“

Thalea Kilo unterstützt den Zukunftstag ehrenamtlich. Ihre Erfahrung: Mehr als die Hälfte der Schüler der 200 Schulen, an denen der Zukunftstag jährlich stattfindet, habe keine Kompetenzen in den vier Themenbereichen. Welche Mietverhältnisse es gibt, wie sich finanziell vorsorgen lässt, was ein Zinseszins ist, was brutto und netto bedeutet oder welche Werbungskosten sich im Studium steuerlich absetzen lassen – all das vermitteln die Fachleute. Der Zukunftstag ist ein Projekt der gemeinnützigen Organisation IWJB gGmbH.

Quelle: IVZ vom 29.12.2022, aus dem Internet vorab vom 28.12.2022, URL: www.ivz-aktuell.de

 

Die Harkenberg Gesamtschule Hörstel bedankt sich beim Förderverein Gesamtschule Hörstel e.V., der diese Veranstaltung mitfinanziert und ermöglicht hat!

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